Österreich für Luka Modric

Luka Modric (Ballon d’Or 2018)

Walter Kowatsch-Schwarz (Liebenauer Maturajahrgang 1970) war auch heuer wieder der einzige Österreicher unter den knapp 180 Sportjournalisten aus der ganzen Welt, die in geheimer Wahl dem weltbesten Fußballer den „Ballon d’Or“ verliehen. Und er hatte für den Sieger gestimmt: Denn heuer gewann Luka Modric aus Kroatien mit großem Vorsprung, nach jahrelanger Ronaldo-Messi-Dominanz. Von den 30 Nominierten in der Endausscheidung spielen 25(!) bei spanischen und englischen Spitzenvereinen, die meisten (7) stammen aus Frankreich. Überraschenderweise ist kein einziger Finalist Deutscher, und – weniger überraschend – keiner ist Österreicher.

Der Ballon d’Or, auf Deutsch „Goldener Fußball“, wird alljährlich von der Sportzeitung France Football vergeben. Und da Walter Kowatsch seit fünfzehn Jahren Österreich-Korrespondent der französischen Zeitung ist, kam es zur ehrenvollen Berufung in die Wettbewerbsjury.

In dieser Tätigkeit vereinen sich seine zwei großen Leidenschaften (neben seiner Familie natürlich): der Fußball und Frankreich. In seinem ganzen Berufsleben war Walter Kowatsch ein engagierter Französisch- und Geographieprofessor sowie Internatserzieher an der HIB Liebenau, wo er vorher schon Schüler gewesen war. Seit seiner Kindheit ist er auch ein unerschütterlicher Fan des SK Sturm; er arbeitet heute noch als Redakteur des „Sturm-Echos“ und bei sozialen Aktivitäten im Club Steiermark.

(Text+Fotos: Harald Fest / Foto 2: Woche Graz)

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Erfolgsberichte aus Liebenau

Eine Leistung der Sonderklasse hat AMIR HMISSI aus dem Maturajahrgang 2016 erbracht. Er hat beim Aufnahmetest für Humanmedizin an der MedUni Graz mit sensationellen 94,94 Prozent unangefochten den ersten Platz erreicht.

Der Alumni Club gratuliert dem vielseitig begabten Jungabsolventen sehr herzlich. Vielseitig begabt deshalb, weil Amir Hmissi schon vor und bei der Matura mit Spitzenleistungen von sich reden gemacht hat. Er hat 2016 beim Sprachenwettbewerb Eurolingua zwei Goldmedaillen gewonnen und kurze Zeit später die Reifeprüfung mit lauter Sehr gut abgelegt.

Die zweite Erfolgsmeldung kommt wie schon so oft vom HIB.ART.CHOR. Nach dem sensationellen Olympiasieg in Südafrika hat der Chor das Schuljahr 2018/19 auf der Liebenauer Parkbühne mit Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ eingeleitet. Es geht um Liebe, Eifersucht, Betrug und nicht vorhandene Wildschweine. Der Tiroler Vogelhändler Adam (Paul Sinabell) soll Zoodirektor werden, damit er seine „Christel von der Post“ (Sophie Hirschmann) heiraten kann. Er wehrt sich gegen beides und kriegt es am Ende doch: den Zoodirektor und seine Christel.

Bernhard, Hirschmann, Schütze

Maria Fürntratt hat mit ihrem Team und mit Hilfe der „Jungen Grazer Instrumentalisten“ auch heuer wieder eine schwungvolle Aufführung aus dem  Hut gezaubert. Aus dem HIB.art.chor hat sie ein frisch und lebendig agierendes Ensemble aus Solisten – die ältesten sind siebzehn Jahre alt! – und Choristen gemacht, die im klassischen Sinn als kommentierende und tratschende Gruppen auftreten und deren szenische und darstellerische Führung meisterlich gelungen ist.

Kuhlmann, Seidl, Barth

Besondere Bewunderung verdienen die Souveränität und Selbstsicherheit, mit der die jungen Solisten die vielen bekannten Lieder aus dem Vogelhändler selbst an ihren schwierigsten Stellen bewältigen. „Schenkt man sich Rosen in Tirol“, „Ich bin die Christel von der Post“, „No amol, no amol“ – wer hat das noch nie gehört? Natürlich sind hier professionelle Maßstäbe fehl am Platz, aber die unverbildeten hellen Kinderstimmen mit ihrer leise mitschwingenden Unsicherheit vermitteln einen ganz speziellen Musikgenuss.

Wer heuer noch einen der drei Grazer Auftritte des HIB.art.chors hören will, muss sich beeilen, denn der Chor absolviert von 6. bis 9. Dezember eine Weihnachtstournee  im französischen Elsass (Konzerte in Ottmarsheim, Eguisheim und Orswiller).                       Am Samstag, 1. 12. 2018, ab 18 Uhr begleitet der HIB.art.chor auch heuer wieder die Eiskrippeneröffnung im Landhaushof.     Am Dienstag, 4. 12. 2018, um 19 Uhr findet in der stimmungsvollen Grazer Barmherzigenkirche, Annenstr.2, der „Weihnachts-Stimmen-Zauber“ statt. Daniel Neuhauser vom ORF liest heiter-besinnliche Weihnachtstexte.  Am Donnerstag, 20. 12. 2018, um 19 Uhr ist das zweite Weihnachtskonzert zu hören: „Christmas in Liebenau“ in der „Sprungschanzenkirche“ St. Christoph (Thondorf, Liebenauer Hauptstr. 291).

Ermäßigte Karten für die zwei Weihnachtskonzerte unter 0664 737 833 51 oder <singakademie@aon.at>.  Bitte die Karten an der Abendkassa abholen.

 

 

 

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Des Schönen Lust und Schwere

Der Alumni Club Liebenau lädt ein zu seinem ersten Herbst-Event, einem kurzweiligen Abend mit Musik und Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

“Des Schönen Lust und Schwere“

Ernst Peter ZINTERL: Weltliteratur und Eigenes

TRIO CON GRAZIA (Henriette HOFMANN, Olena MISHCHII, S. Ai-Lung HUANG)

Astor PIAZZOLLA, „Die 4 Jahreszeiten“

                                    Do, 18. Oktober 2018, 18 Uhr                                                    HIB Liebenau / Halle 1; 8041 Graz, Kadettengasse 19

Dauer der Veranstaltung ca. 90 Minuten inklusive Pause mit einem Glas Sekt.                Eintritt: freiwillige Spende

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Seine letzte Pilgerfahrt

Der Alumni Club Liebenau hat eine traurige Mitteilung zu machen: Der Liebenauer Religionsprofessor Magister Gottfried Heinzel ist vor wenigen Tagen nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben. Sein Leben stützte sich auf drei Säulen: seinen Beruf als Religionslehrer, das Bergsteigen und die Fußwallfahrt.

Als Religionslehrer oder Katechet, wie er sich selbst am liebsten nannte, war er nach seiner Kaplanszeit ziemlich genau 33 Jahre an der BEA und der späteren HIB Graz-Liebenau tätig. Dabei war er im ursprünglichen Wortsinn ein „professor“, ein Bekenner und Vermittler religiöser Wahrheiten, der aber trotzdem mit beiden Beinen im irdischen Leben stand und kräftige Urteile und Ausdrücke nicht scheute. Unter dem Motto „Wer mit mir geht, kommt durch“ betreute er 25 Generationen von Maturanten auf ihrer Schlusswallfahrt nach Mariazell.

Unvergesslich für alle Beteiligten sind seine Ministrantenausflüge, die oft große Bergfahrten waren; unvergesslich für die Kinder und Jugendlichen, die Abenteuer pur erlebten, und unvergesslich für manche Mütter, die sich um ihre Kinder sorgten. In den Ferien bezwang er zahlreiche Drei- und Viertausender, den Kilimandjaro, einen Achttausender; sogar der Mount Everest war geplant, die Expedition wurde aber kurz vor dem Start abgesagt.

Ungezählt sind Gottfried Heinzels Fußwallfahrten zu großen und kleinen Wallfahrtsorten in Österreich und in allen Nachbarländern. Von den drei größten christlichen Wallfahrtsorten blieb ihm nur Jerusalem versagt. Für die Pilgerfahrt von Graz über Assisi nach Rom brauchte er einen Monat. Die 3000 km nach Santiago de Compostela, das er genau nach Plan erreichte, legte er in drei Monaten zurück. Genau gezählt und wohl unerreicht sind und bleiben seine knapp 300 Mariazeller Fußwallfahrten; die erste nach der Matura mit 18 und die letzte Anfang September mit 81 Jahren. Beinahe hätte sich dabei sein Wunsch erfüllt, auf dem Weg nach Mariazell sein irdisches Leben zu beenden.

                                                                  Requiescat in pace                                                          

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WIR SIND OLYMPIASIEGER!

Der HIB.art.chor hat Anfang Juli einen sensationellen Höhepunkt seiner schon bisher großartigen Bilanz erreicht: Bei den 10. World Choir Games in Südafrika errangen die jungen Grazer Sängerinnen und Sänger nicht nur zwei Goldmedaillen, sondern wurden in der Erwachsenenkategorie (!) „Music for Spirit and Faith“ (Spirituelle Musik) sogar „World Champion“ und damit Olympiasieger in dieser Disziplin.

Am Kap der Guten Hoffnung

Doch alles schön der Reihe nach. Nach dem hoffnungsvollen Beginn am Kap der Guten Hoffnung bei Pinguinen, dem Besuch einer Diamantenmine und einer Begegnung mit Löwen in der Morgendämmerung wurde es langsam ernst. Der HIB.art.chor ohne seine jungen Erwachsenen stellte sich in der Kategorie Kinderchor der strengen Jury bestehend aus 48 Topexperten aus aller Welt. Die Grazer Sänger präsentierten ihre österreichischen und amerikanischen Chorstücke technisch und musikalisch meisterhaft  und erhielten bei der Siegerehrung am Folgetag ihre verdiente Goldmedaille.

Der 7. Juli mit dem Wettbewerb der Kategorie Spirituelle Musik am Nachmittag und der Siegerehrung vor 12.000 Zuschauern am Abend entwickelte sich dann für den HIB-Chor zum absoluten Thriller. Die 36 Grazer Sängerinnen und Sänger gestalteten ihren Wettbewerbsauftritt zur Sternstunde ihrer Laufbahn. Schon mit der nahezu perfekten Wiedergabe der großartigen Musik von Lorenz Maierhofer zogen sie das Auditorium in ihren Bann, und dann beim skandinavischen Fluch über das Eisen mit den dumpfen Trommelschlägen als Begleitung des tanzenden Chors hielten alle den Atem an. Nach dem letzten Ton sprang der ganze Saal auf, auch die Juroren applaudierten minutenlang.

Eisenfluch

Bei der abendlichen Preisverleihung wurden die Gewinner aller 14 Kategorien in aufsteigender Reihenfolge ihres Punktescores zur Medaillenübergabe aufgerufen. Ersten Jubel gab es in der Grazer Abordnung, als in der Kategorie „Music for Spirit and Faith“ die erste Goldmedaille (mehr als 80 Punkte von 100 möglichen) vergeben wurde, damit war der Singakademie Graz die zweite Goldmedaille sicher. Die Spannung wuchs ins Unerträgliche, als nur noch zwei Chöre übrig blieben – der 80-köpfige Chor aus Guangdong (neunfacher Olympiasieger) und die 36 jungen Grazer. Dann die letzten zwei Aufrufe: „90 Points Guangdong High School Choir“ – zweiter Jubel, denn damit war klar: „91 Points SINGAKADEMIE GRAZ“, der HIB.art.chor ist Olympiasieger 2018!

Jetzt gab es kein Halten mehr. Die Liebenauer ‚Hibbies‘ stürmten auf die Bühne, schrieen „I wer narrisch“, lachten, weinten, umarmten ein-ander, und bei der Bundes-hymne hatten sie alle Tränen in den Augen.

Zu ihrer grandiosen Leistung gratuliert der Alumni Club Liebenau den Sängerinnen und Sängern des HIB.art.chors und seiner Leiterin Maria Fürntratt besonders herzlich. Wir sind stolz darauf, den Chor in der Person von Maria Fürntratt als Mitglied zu haben.

(Infos und Fotos: Maria und Günther Fürntratt, Roman Ruckhofer / Text: Harald Fest)

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Hoch soll’n sie leben, hoch soll’n sie leben, viermal hoch!

NIKOLAUS-HARNONCOURT-STIPENDIUM für MARIA FÜRNTRATT                           Mag. Maria Fürntratt (MJ1988), Leiterin des HIB.art.chors ist die 1. Preisträgerin des neu geschaffenen Harnoncourt-Stipendiums für beispielgebende Musikausbildung junger Menschen. Maria Fürntratt hat Gesangspädagogik,  Schul-musik, und Französisch studiert und ist seit mehr als 20 Jahren als Musiklehrerin und Chorpädagogin an der HIB Liebenau tätig. Während die Steirische Landesregierung den Verleihungsbeschluss fasste, war die mit Leib und Seele engagierte Chorleiterin mit dem HIB.art.chor unterwegs in Südafrika bei den 10. World Choir Games. Und dort haben die Liebenauer Goldkehlchen nicht nur zwei Goldmedaillen ersungen, sondern wurden in der Kategorie Spirituelle Musik sogar Olympiasieger und damit Weltchorchampion. Ausführlicher Bericht folgt.

PHILIPP HOFER wird PRÄSIDENT DES STEHV
Dr. Philipp Hofer (MJ 1997) wurde Ende Juni zum Präsidenten des Steirischen Eishockeyverbandes gewählt und bringt für die HIB Liebenau ein großes Einstands-geschenk mit. Dort, wo er vor mehr als zwanzig Jahren maturiert hat, wird ab September 2018 ein neuer Unterstufen-sportzweig eingerichtet: ein Realgym-nasium unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung. Der neue Zweig hat als Schwerpunkt Eishockey und Basketball. Damit bietet das BG/BORG HIB Graz-Liebenau mit Handball, Fußball und Volleyball in der Oberstufe nun fünf sportliche Schwerpunkte an und wird mit ihrem großen Standortvorteil – vielfältige sportliche Infrastruktur und kompetente Sportlehrer zusammen mit einer gediegenen Schulbildung und einem modernen Internat –  immer mehr zum Zentrum des steirischen Jugendsports. Für die Qualität der Traditionsschule als Ganzes ist zu hoffen, dass mit der Erweiterung des Angebots die hohen Liebenauer Standards erhalten und dort, wo es notwendig ist, verbessert werden können.

ERFOLGE DER HANDBALLAKADEMIE  Die besondere Qualität der Jugendarbeit in der HIB-Handballakademie liegt in ihrer Breite. So wurden neun Teams von HIB Handball Graz in sechzehn Altersklassen (männlich und weiblich) steirische Meister. Besonders erfreulich sind die zwei Silber-medaillen der U11 männlich und der U16 weiblich bei den österreichischen Meisterschaften. Die Intensivarbeit in der HIB-Akademie sollte dem steirischen Handballsport schon bald neuen Auftrieb verleihen.

ERFOLGREICHE MATURANTEN                                                                                                  Die Ergebnisse der heurigen Zentralmatura stellen sich sehr gemischt dar. Herausragend war auch heuer wieder die 8.C-Klasse im Verbund mit der B-Klasse: 15 Auszeichnungen und 5 Gute Erfolge. In der  Ballsportklasse wurden allerdings bedenklich viele Defizite sichtbar, am deutlichsten bei der schriftlichen Mathematikmatura. Von den 30 negativen Arbeiten aller vier Klassen entfielen 12 auf die Ballsportler. Von diesen zwölf konnte sich bei den Kompensationsprüfungen nur ein einziger verbessern, und das mit Sehr gut!      Bei der rundum gelungenen Maturafeier, der selbst das heftige Gewitter am Ende nichts anhaben konnte, gab es eine sehr erfreuliche Neuerung: Liebenau hat nach Jahrzehnten wieder ein Schulorchester! Zu verdanken ist dies dem unermüdlichen Einsatz von Mag. Franz Brugner, der auch für die großartige Musikperformance zu Originaltexten von der mündlichen Reifeprüfung verantwortlich zeichnete.

SCHULFEST – TREFFPUNKT der GENERATIONEN

Das traditionelle HIB-Sommerfest des Elternvereins fand heuer am letzten Freitag vor Schulschluss statt. Neben dem bewundernswerten Einsatz von Eltern, Lehrern und Schülern hat wohl auch die Wahl des Termins zum Erfolg der Feier beigetragen. Aus Sicht des Alumni Clubs  war das Zusammentreffen mehrerer Generationen von Absolventen besonders erfreulich. Sogar Dr. Gerhard Russ, ein Vertreter des allerersten Maturajahrgangs von 1955, war gekommen, um im sehenswerten Schulmuseum ein Foto seiner Klasse aus dem Jahr 1948! zu studieren. 
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Geschichte des Schulstandortes Liebenau im Grazer Landhaushof

Aus Anlass des Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus eröffnete Landtagspräsidentin Bettina Vollath Anfang Mai die große Landesausstellung zum Thema „Was der Staat von der Schule will. Bildungseinrichtungen zwischen Faschismus und Demokratie“.An der von Mag. Bettina Ramp (Maturajahrgang 1990) organisierten Ausstellung nahmen neben anderen steirischen Schulen auch vier Schülergruppen aus den Klassen 6A, 6C, 7A, 7S des BG/BORG Liebenau teil. Sie stellten auf vier Plakattafeln die Hauptepochen der mehr als 160-jährigen Liebenauer Schulgeschichte dar.Zunächst in der k. k. Monarchie die Kadettenschule, deren berühmtester Absolvent Feldmarschall Boroevic de Bojna, der „Löwe vom Isonzo“, war. Schwerpunkte waren neben militärischen Fächern Deutsch, Mathematik, Sport, aber auch Singen und Theaterspielen.Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Kadettenschule nach dem Konzept des Schulreformers Glöckel zur Bundeserziehungsanstalt (BEA) umgestaltet. Neben den Schwerpunkten Mathematik, Fremdsprachen und Sport wurden auch handwerkliche Fertigkeiten vermittelt.In der NS-Zeit konnte eine Umwandlung in eine „Napola“ verhindert werden, aus der früheren BEA wurde eine Wehrmachtsoberschule des „Waisenhauses Potsdam“.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die BEA wieder eröffnet. Die „elitäre“ Schulform vereinte hohe Leistungsanforderungen in der Schule mit der Beachtung sozialer Bedürftigkeit der Schüler.Mitte der 1970er Jahre wurde die BEA schließlich in eine Höhere Internatsschule des Bundes (HIB) und dreißig Jahre später in ein „normales“ Gymnasium umgewandelt.      Die informative und sehenswerte Ausstellung ist im Landhaushof bis Juli für jedermann/jedefrau frei zugänglich. Ein Muss für alle überzeugten Liebenauer.

Quellen: Was will der Staat von der Schule? CLIO, 2018  /  Schulmuseum BG/BORG Graz-Liebenau                                                                                                                                          Fotos: Helmut Utri / Schulmuseum BG/BORG Graz-Liebenau / Harald Fest

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WIR GRATULIEREN. 2018/2

MJ1967_3b 3Halbgeschw.Wir gratulieren zum Siebziger!          Ein erfolgreicher Siebziger geworden ist der Austro-Grieche oder Greco-Österreicher des Jahrgangs ’67, PAUL ATHANASIADIS. Unter der Leitung seiner Tochter hatte die Familie knapp siebzig Verwandte und Freunde zu einer großen Überraschungsfeier in den Nobelheurigen Edlmoser nach Wien-Mauer geladen. Die Vorbereitungen waren so geheim, dem Jubilar selbst war mitgeteilt worden, er müsse Babysitten, dass er völlig verblüfft war. Er machte, wie er es selbst auf Urwienerisch MJ1967_8b Wint., Pilz, Schranznannte, ein „bledes Gsicht“.      Bei der Feier kam es auch zu einem kleinen BEA-Treffen. Von den elf aktiven BEA-Kollegen des Jahrgangs 1967 waren drei der Einladung gefolgt (Josef Pilz, Reinhold Schranz, Bernd Winter), dazu kamen mit Pauls Schwester auch noch drei Wiener BEAnerinnen. Zuletzt eine sportliche Anmerkung: Paul soll zu Schulzeiten der beste Läufer seiner Klasse gewesen sein. Auf dem Weg zum Tanzkurs wurden die damaligen Siebtklassler von sogenannten „Halbstarken“ attackiert, und Paul konnte sich als einziger durch einen schnellen Sprint in Sicherheit bringen. Das hat bei jüngeren Mitschülern so großen Eindruck hinterlassen, dass sie es heute noch erzählen.

Wir gratulieren den Volleyballmeistern!                                                                      Wir bleiben beim Sport und springen zum Volleyball. Die Damen des UVC Graz feiern heuer großartige Erfolge, nach dem Cupsieg gewannen sie kürzlich zum ersten Mal auch die österreichische Meisterschaft. Ganz besonders gratulieren wir den vier jungen Damen, die aus der Liebenauer Volleyballakademie stammen: Anja Dörfler (MJ 2011), Julia Radl (MJ 2014) und Celine Grebien (MJ 2015) sind HIB-Absolventinnen, Nina Nesimovic war externe Spielerin.UVC Meister 2018-4-17 Kl.Ztg._2

Volleyball-Aufsteiger des Jahres – und das auf europäischer Ebene – war „Österreichs Europacupheld“ (Zitat ‚Die Presse‚), Paul Buchegger (MJ 2014). Er gewann mit der italienischen Spitzenmannschaft Bunge Ravenna den CEV Challenge Cup und war dabei der beste Scorer seiner Mannschaft sowohl beim Finalspiel als auch insgesamt bei allen zehn Europacupspielen. Paul Buchegger hat vor acht Jahren seine Karriere an der HIB begonnen, ging 2016 nach Italien, ins Volleyball-Zentrum Europas, und wurde schon in seinem zweiten Jahr der große Star seiner Mannschaft. Wir wünschen ihm eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Karriere und die dazu erforderliche Gesundheit.

 

 

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JAZZ & LYRIK: Klangvoll und dynamisch

Eine kleine Schar gönnte sich Ende Mai den Luxus, eine gute Stunde lang zuzuhören, hinzuhören auf die Lyrik von Hans Radl (Maturajahrgang 1961), unterstützt von Waltraut Wachter-Hammer, und auf den dynamischen „Kammer-Jazz“ des Thilo Seevers Ensembles. Die drei Musiker der Kunst Universität Graz lieferten klang- und schwungvollen, lebendig-mitreißenden Jazz vom Feinsten.

Klangvoll sind auch die in Doppelconference dargebotenen Gedichte, aber verhaltener im Sinne von Anklingen, Mitklingen; sowohl sprachlich im Spiel der hellen und dunklen Vokale als auch in seiner sozialkritischen Grundhaltung. Vom „Recht, auf Grenzen zu pochen“ zum „Einordnen … in Waggons“ ist ein kleiner Schritt. Vor achtzig Jahren waren es Sträflingszüge, heute sind es Flüchtlingszüge; glücklicherweise ist das Ziel ein völlig anderes geworden.

Ein Zuhörer verglich Radls Gedichte mit der Lyrik Erich Frieds, und ein schöneres Kompliment lässt sich kaum denken. Jedenfalls, wer Musik und Lyrik liebt und nicht dabei war, hat etwas versäumt.

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DIE SIEBEN RABEN. Umjubelte Neuaufführung

Standing Ovations gab es am 27. April auf der Liebenauer Parkbühne bei der Wiederaufführung der Märchenoper „Die sieben Raben“ für die jungen Künstler des HIB.art.chors, der Green Guys und für die Jungen Grazer Instrumentalisten unter der Leitung von Maria Fürntratt (Maturajahrgang 1988).

Streit um den Wasserkrug, 1958

Schon die Uraufführung vor genau sechzig Jahren, geleitet vom Komponisten Gerhard Dallinger (Libretto von Hartmann Scheiblechner, Bühnenbild von Johann Danmayr, alle drei MJ 1958) und ausgeführt von Schülern aller Jahrgänge der damaligen BEA Liebenau, hatte große Begeisterung erregt und für Aufsehen in der steirischen Musikwelt gesorgt.

Sophie Hirschmann, Regina Barth

Maria Fürntratt hat die Originalpartitur musikalisch und szenisch aufgefrischt. Musikalisch durch den Einsatz einer Harfe und zusätzlicher Schlaginstrumente, so dass manche Passagen an Carl Orff erinnerten. Die realistischen Szenen der spielenden Kinder wurden natürlich in die Jetztzeit transponiert, Smartphones und ferngesteuerte Autos statt Räuber und Gendarm. Unvermeidlich war auch politisch korrektes Gendern, in der BEA gab es ja nur Knaben und junge Männer als Darsteller: Aus dem Erzähler wird eine Erzählerin (souverän Alexandra Wolf), die kleine Schwester wird natürlich von einem Mädchen gesungen – wunderschön und

B. Zimmermann, 1958

berührend der Kindersopran von Sophie Hirschmann. Aber auch der Knabensopran des zwölfjährigen B. Zimmermann war nach übereinstimmenden Berichten aus dem Jahr 1958 großartig. Und – wieder „politisch korrekt“ – die bösen Hexen aus Verdis Macbeth, der rasant choreographierten Zugabe, werden von Männern dargestellt – mitreißend Adrian und Roman Ruckhofer mit Stefan Vogtberg. Besonders hübsch ist auch der Einfall, aus dem giftigen Hexensuppentopf Mozartkugeln ins Publikum zu werfen.

 

Aus ganz Österreich von Vorarlberg bis Wien, aus Deutschland, aus der Schweiz, ja sogar aus den USA waren etwa drei Dutzend ehemalige Mitwirkende und Zuhörer der Uraufführung nach Liebenau gekommen. Drei Maturaklassen hielten eigene Klassentreffen ab, vom Jubiläumsjahrgang 1958 waren fast alle noch lebenden Mitglieder angereist. Für den Komponisten und den Textautor, die leider schon verstorben sind, waren Familienangehörige erschienen. Und alle waren begeistert von der erfrischenden Spielfreude der Darsteller und Sänger. Besonders gewichtig ist wohl das Lob eines der Mitglieder der „Sieben-Raben-Klasse“:   Dr. Ulf Birbaumer, emeritierter Professor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien, beglückwünschte Maria Fürntratt zur großartigen szenischen Umsetzung der weitgehend linearen Märchenhandlung.


Auch der Alumni Club gratuliert herzlich mit den Worten eines begeisterten Besuchers: „Ein unvergesslicher Tag in Liebenau.“

(Text: Harald Fest;  Fotos: Günther Kohl, Bruno Stachel)

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