High Intensive Blues Band = „HIB-BAND“

Bertram Egger Stefanie Egger Ernst Grieshofer Jonathan Herrgesell Clemens Rofner

Höhepunkt und Krönung der Mitgliederversammlung des ACL am 17. Mai 2019 war das Konzert von Bertram Eggers neu formierter High Intensive Blues Band, deren Mitglieder (fast) alle einen starken Bezug zu Liebenau haben.

Bertram Egger, vielseitiger Master-mind der „HIB-Band“, ist seit mehr als 30 Jahren Musiklehrer an der HIB Liebenau und Professor für Klarinette an der Kunstuniversität Graz. Diesmal teilt er seine Freude an der Musik, am Improvisieren über das Piano mit, dem er musikalische Feinheiten entlockt, oft wie klingende Perlenketten. Das Programm brachte viele neu gestaltete Ohrwürmer aus dem frühen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, es führte von Georgia – mit dem „A-train“ – nach Ipanema und wieder zurück, vom Blues und Jazz über den Samba bis zum Rap.

 

 

Stefanie Egger (MJ 2010) versteht es mit ihrer intensiven und charakter-starken Stimme, die klassischen Melodiebögen der Balladen, Tonhöhe und Tonfarbe variierend, zu zerlegen und zu neuen zusammenzusetzen. In „What’s the Difference“ gelingt ihr und dem Schlagzeuger ein Höhe- punkt des Abends: Nach ihrem verklingenden Seufzer ertönt ein leises Echo vom Jazzbesen auf der Trommel. Einen zweiten völlig konträren Höhepunkt liefert Ernst Grieshofer in seinem letzten Solo: ein an- und abschwellendes Schlagzeug-gewitter, das in einem wahren Trommelfeuer akrobatisch fliegender Sticks seinen Abschluss findet.

(Text und Fotos: Harald Fest)

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Erfolge in Wissenschaft, Sport und Musik

Der Alumni Club Liebenau freut sich, drei Mal gratulieren zu dürfen. Der erste Glückwunsch gebührt – weil medial am wenigsten präsent – einem Wissenschaftler, nämlich dem Chefstatistiker des Landes Steiermark Martin Mayer (Maturajahrgang 1984). Martin Mayer erhielt kürzlich den Gerhart-Bruckmann-Preis der Statistischen Gesellschaft Österreichs, benannt nach Professor Bruckmann, der vor mehr als fünfzig Jahren als weltweit Erster eine Wahlhochrechnung erstellte.

Kleine Zeitung, 5.4.2019

Dipl. Ing. Martin Mayer, absolvierter Mathematiker der Technischen Universität Graz, war schon früh davon fasziniert, die menschliche Wirklichkeit in ihren verschiedensten Erscheinungsformen und Veränderungen mit Zahlen zu beschreiben. Was in der Kindheit mit den Autofarben begann und sich in der Jugend mit den Ups und Downs der Songs in der Ö3-Hitparade fortsetzte, füllt heute sein ganzes Berufsleben aus. Er liefert mit seinen Mitarbeitern des Referats für Statistik im Amt der Steiermärkischen Landesregierung die wissenschaftlichen Grundlagen für Politik und Verwaltung des Landes Steiermark.

Die zweite Gratulation geht an die 23 Fußballer und Betreuer der Schulmannschaft der HIB Liebenau, die bei der Schulweltmeisterschaft in Belgrad eine großartige Bronzemedaille errangen. Ähnlich souverän wie bei der österreichischen Meisterschaft agierten die jungen „Hibbies“ bei der Weltmeisterschaft. Von acht Spielen gewannen sie sieben, nur gegen Brasilien konnten sie nicht ihre gewohnte Leistung bringen. Mit dem Sieg über Slowenien sicherten sie sich schlussendlich doch den dritten Platz. Es ist das übrigens nach 2009 und 2017 bereits das dritte ISF-Bronze der Liebenauer Fußballakademie. Toi toi toi und alles Gute für die, die gerade bei der Reifeprüfung sitzen.

Die 18 Bronzemedaillengewinner

Herzlich gratulieren dürfen wir auch Maria Fürntratt und ihrem HIB.art.chor zum erlebnisreichen Gala-Chorkonzert „Australien in Graz“ im ausverkauften Minoritensaal. Zu Gast waren zwei Spitzenchöre der Voices of Birralee aus Brisbane.

Der Hexentanz

Nach dem schaurigen Hexentanz aus Verdis „Macbeth“, gesungen vom HIB.art.chor, gaben die Brisbane Birralee Voices intensiv und mitreißend gestaltete Proben aus ihrem internationalen Repertoire. Den zweiten Teil gestalteten die beiden Jungmännerchöre; die Green Guys bestachen mit einem stimmungsvollen Sound of Silence (direkt unter der Wandinschrift „Silentium“), die Birralee Blokes begeisterten mit einem präzise und rasant gesungenen „Get me to the church on time“ aus My fair Lady. Den Abschluss beider Programmteile bildeten gemeinsam gesungene Chorstücke von Lorenz Maierhofer, der als Ehrengast anwesend war: das dramatische „The Earth is my mother“ und das Abschiedslied „Neigen sich die Stunden“/“It’s time for leaving“.

Green Guys in Bestbesetzung

Für Interessenten: Es gibt vor dem Sommer noch zwei große Auftritte des Hib.art.chors: MUSIKVEREIN für Steiermark (Stefaniensaal): „YOUNG VOICES“, 13. Juni 2019, 15 Uhr STYRIARTE (Schloss Eggenberg): „VENUS UND ADONIS“, 8.+9. Juli 2019, 18 Uhr

Fotos: Kleine Zeitung, HIB-Homepage, Harald Fest / Text: Harald Fest

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In Memoriam Professor Fridolin Heinz

Anfang April 2019 verstarb Professor Magister Fridolin Heinz und wurde seinem Wunsch entsprechend in aller Stille verabschiedet. Mag. Heinz hat in der Nachfolge der „legen-dären“ Naturgeschichtelehrer Hellmuth Jüttner und Günter Lang von 1965 bis 1996 an der BEA Liebenau und der späteren HIB Biologie unterrichtet. Professor Heinz wurde 1937 in der Bergwerkstadt Jakobeny in der rumänischen Bukowina geboren. Seine Vorfahren stammen aus der Zips, einer uralten deutschen Sprachinsel südöstlich der Hohen Tatra, und waren Ende des 18. Jahrhunderts als angesehene Bergleute 500 km nach Osten gezogen, um in den neu erschlossenen Erzlagern der Bukowina ihrer privilegierten Arbeit nachzugehen.

Umsiedler auf dem Bhf. Graz- Puntigam
27.- 28.11.1940

Im Oktober 1940 okkupierte die UdSSR Teile der Bukowina. Zigtausende deutsche Siedler wurden in 111 Eisenbahntransporten zu je 500 Personen mehr oder weniger freiwillig in das Deutsche Reich „heimgeholt“. In einem dieser Züge landete mit hoher Wahrschein-lichkeit auch die Familie Heinz mit dem dreijährigen Fridolin in Graz. Das Foto zeigt einen solchen Transport  von Bukowinadeutschen am Bahnhof Puntigam bei Graz. Ob die Familie gleich in Graz in einem Lager blieb oder später zurückkehrte, ist nicht bekannt. Jedenfalls erhielt Fridolin Heinz 1951 die österreichische Staatsbürgerschaft, legte in Graz die Reifeprüfung ab und schloss das Studium der Biologie an der Universität Graz erfolgreich mit dem Lehramt ab.

Professor Heinz war ein ausgeglichener, konsequenter und gerechter Lehrer, der zu seinen Ansichten und Urteilen stand und sie auch gut zu argumentieren wusste. Faule Kompromisse oder Kuhhändel waren nicht seine Sache. Er traute seinen Schülern viel zu und verlangte auch nicht wenig. Dafür wurde er von seinen Schülern – vielleicht auch erst nach der Matura – sehr geschätzt. So mancher spätere Medizinstudent tat sich bei der großen Biologieprüfung leicht.

Liebenau 2002

Das Foto zeigt Prof. Heinz bei einem Pensionistentreffen in einer untypischen Rolle. Er, der sich selbst nie in den Vordergrund stellte, steht in der 1. Reihe als 3. von links.

Quellen:  Wikipedia: „Jakobeny“   /  <www.karl-gotsch.de/Ahnen/Jakobeny.htm> Fotos:   Bundesarchiv, Bild 121-0693 /  HIB-Jahresbericht 2002 Text:   Harald Fest

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David GAK gegen Goliath Salzburg

Zur absoluten Sensation gegen RB Salzburg hat es erwartungsgemäß nicht gereicht, aber der Einzug des GAK ins Semifinale des Fußball-Cups nach einem grandiosen Sieg über die Profifußballer der Austria Wien war Sensation genug. Und deshalb hat sich die gesamte Mannschaft angeführt von ihrem Kapitän Marco Perchtold (MJ 2007) auch den großen Artikel in der „Presse“ vom 3. April redlich verdient. Das Bild zeigt den jubelnden Kapitän beim 2:1-Sieg über die Austria Wien.Noch mehr Bewunderung als für die Cupleistung verdienen jedoch die GAK-Amateure und die gesamte „GAK-Familie“ für den unglaublichen weil unaufhaltsamen Aufstieg nach dem Konkurs im Jahr 2012, der auch das Ende der ersten Liebenauer Fußballakademie bedeutete: jedes Jahr ein Schritt nach oben aus der untersten Leistungsklasse in die dritthöchste und heuer wahrscheinlich sogar zweithöchste Leistungsstufe. Dazu beigetragen haben zuletzt auch mehrere Ex-Liebenauer, die in der Zeit zwischen dem Meistertitel 2004 und dem Konkurs 2012 für GAK-Mannschaften gespielt haben: Co-Trainer Ralph Spirk (MJ 2004), Kapitän Marco Perchtold, Thomas Zündel (MJ 2006), Dieter Elsneg (MJ 2008). Von weiteren klingenden Namen mit GAK-Vergangenheit (Sonnleitner, Junuzovic, Lazaro) wird man wohl nur träumen dürfen ….

 

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Professor Martin Domitrovic (1926-2019)

Vor kurzem erreichte uns die traurige Nachricht, dass Professor Dr. Martin Domitrovic Anfang März im 93. Lebensjahr verstorben ist. Mit ihm verlässt uns ein wahrhaftes Liebenauer „Urgestein“: Er war von 1957 bis 1986 Lehrer für Deutsch und Geschichte sowie in den ersten Jahren auch Erzieher an der BEA Graz-Liebenau; und er hat auch den Großteil seines Lebens in Liebenau gewohnt.Professor Domitrovic war mit Leib und Seele Lehrer und Erzieher. Davon zeugen die zahlreichen Bilddokumente aus seiner Erzieherzeit, die als bleibende Erinnerung Eingang finden werden in das Bildarchiv des Liebenauer Schulmuseums. Von seinem großen Engagement – seinerzeit hieß das „pädagogischer Eros“ – zeugt aber vor allem die über Jahrzehnte aufrechte Beziehung zu seinen ehemaligen Schülern, die ihn bis zuletzt, als er schon längst erblindet war, regelmäßig besuchten.

Zu seinen großen Leidenschaften zählte das Reisen, so weit wie möglich zu Fuß, auf Berge und durch Städte. Prof. Domitrovic war quer durch Europa – das Bild zeigt ihn vor dem Parthenon in Athen – und in fast allen Kontinenten der Welt unterwegs und hatte die Fotokamera stets griffbereit. Er hat alle seine unzähligen Bilder minutiös kommentiert und archiviert, sodass er auch ohne Augenlicht alles fand, was er suchte. Wer die Ehre hatte, zu einer Diaschau in die Kasernstraße Nr. 70 eingeladen zu werden, musste allerdings damit rechnen, dass er nicht vor Mitternacht nach Hause kommen würde.

Seine zweite und noch größere Leidenschaft galt der Oper, er besuchte alle großen Opernfestivals und kannte alle internationalen Opernstars des 20. Jahrhunderts aus eigener Anschauung und „Anhörung“ oder zumindest aus seiner riesigen Schallplattensammlung, die allein von Enrico Caruso fünf Platten aufweist. Prof. Domitrovic selbst verfügte über eine ausgebildete klangvolle Baritonstimme und ist bei „musikalischen Feierabenden“ in der BEA mehrfach als Gesangssolist aufgetreten.

Das letzte Bild zeigt ihn bei seinem 80. Geburtstag am 30. Juli 2006 mit seiner Geburtstagstorte. Gott schenke ihm die ewige Ruhe, er möge ruhen in Frieden.

 

Fotos: Martin Domitrovic                                 Text: Harald Fest

 

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An alle Liebenauer Absolventen, besonders an solche mit Maturajubiläen!

Der Alumni Club Liebenau bietet allen Klassen, die ein Maturatreffen organisieren wollen, seine Unter-stützung an. Wir verfügen über eine komplette Liste aller Absolventen vom ersten Maturajahrgang 1955 bis zum letzten 2018. Auf Wunsch können wir auch Lehrerlisten der Maturaklassen (teilweise mit Mailadressen), eventuell auch Klassenlisten und Ähnliches besorgen.

Im Jahr 2018 haben Mitglieder des ACL acht Maturatreffen betreut und bei Bedarf auch Schulführungen veranstaltet. Den Anfang machten am 27. April drei Klassentreffen der Maturajahrgänge 1958 (60. Maturajubiläum!), 1959 und 1964 anlässlich der Wieder-aufführung der Märchenoper „Die sieben Raben“, über die wir schon berichtet haben.

Einen Tag später, am 28. April,  fand das „jüngste“ Maturatreffen des Jahres statt: Die 8.C-Klasse des Jahrgangs 2015 feierte drei Jahre Matura, eine Matura, die es in sich hat: 20 Schüler – 15 Auszeichnungen, 3 Gute Erfolge, 2 „normale“ Abschlüsse. Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die beste Liebenauer Abschlussklasse aller Zeiten, das heißt seit knapp 100 bzw. 160 Jahren, wenn man die Kadettenschule mitrechnet.

Anfang Juni trafen einander die Herren des Jahrgangs 1968 zur stolzen Feier ihres 50. Maturajubiläums. Wie häufig in den BEA-Zeiten ist auch die „68-er Liste“ randvoll mit akademischen Titeln, (Univ.)-Professoren, Doktoren, Magistern und Diplomingenieuren. Leider haben wir kein Foto zur Verfügung. Gibt es vielleicht einen hilfsbereiten Jubilanten?

Ende Juni fand das „40-jährige“ Maturatreffen des Jahrgangs 1978 statt, eines der beruflich erfolgreichsten Liebenauer Jahrgänge. Nach einem Besuch im LKH Graz bei Primarius Franz Seibert traf sich die erlesene Runde zu einer Schulbesichtigung in Liebenau und widmete sich dann den kulinarischen Genüssen im Anton-Paar-Sudhaus. Wenn Johannes Eigner lang genug Botschafter bleibt, findet das nächste Maturajubiläum vielleicht in Moskau statt ….

Zu einem ungewöhn-lichen Termin, am 24. August, feierte die 8.C des Jahrgangs 2008 voller  Begeisterung die ersten zehn Jahre ihrer Matura. Neben einer Reihe von Studienabschlüssen (Medizin, AHS-Lehramt u.a.) gibt es drei spezielle Highlights zu vermelden: Judith Kormann (deutsch-französische Journalistik), Jacqueline Vazansky (Übersetzerin für Chinesisch, Japanisch und Englisch) und die nebenberufliche Spitzengolferin Bettina Komander (Porsche-Cup).

Die ebenfalls sehr erfolgreichen Maturanten der 8.A-Klasse von 2013 trafen einander Mitte September zu ihrem 5. Maturajubiläum. Aus dem  leistungsstarken Ensemble ragen drei Auslandsstudenten besonders hervor: Manuel Gerold (ETH Zürich), Roman Ruckhofer (Musik-Uni Fort Worth / Texas) und Alexandra Blaschitz, deren Leistung alle normalen Vorstellungen übersteigt: Sie hat beim finalen Test an der Berliner Charité (850 Teil-nehmer, alle mit Notenschnitt 1,0!) gleich nach der Matura ohne jegliche Vorbereitung sensationell Platz 81 belegt und wurde somit aufgenommen.

 

Beim verspäteten 25. Matura-jubiläum des Jahrgangs 1992 wurde unter der Stabführung des unermüdlichen Ralph Kilches versucht, alle drei Klassen zu einer gemeinsamen Feier zu bewegen. Der Versuch ist weitgehend geglückt; unter den 26 Teilnehmern befanden sich überraschend viele ehemalige Lehrer, zwei Sportmediziner, ein Landesschulinspektor, ein Anwalt, ein Unternehmer, eine Lehrerin an Classes préparatoires für Grandes Écoles in Paris und nicht zuletzt der einzige steirische Polizist mit Fremdsprache Französisch.

Wenn es gewünscht wird, kann der Alumni Club bei der Organisation von Maturatreffen behilflich sein und mit Erlaubnis der Direktion Schulführungen durch aktive oder pensionierte Lehrer/innen organisieren. Nach Anmeldung des Terminwunsches bei der Direktion (<kanzlei@hib-liebenau.at>) wird der ACL  informiert, mit dem dann alles Weitere vereinbart werden kann: (<haraldfest@alumniclubliebenau.at>) oder (<harald_fest@yahoo.de>).

Text: Harald Fest / Fotos: Stachel, Fürntratt, Schantl, Fest

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Österreich für Luka Modric

Luka Modric (Ballon d’Or 2018)

Walter Kowatsch-Schwarz (Liebenauer Maturajahrgang 1970) war auch heuer wieder der einzige Österreicher unter den knapp 180 Sportjournalisten aus der ganzen Welt, die in geheimer Wahl dem weltbesten Fußballer den „Ballon d’Or“ verliehen. Und er hatte für den Sieger gestimmt: Denn heuer gewann Luka Modric aus Kroatien mit großem Vorsprung, nach jahrelanger Ronaldo-Messi-Dominanz. Von den 30 Nominierten in der Endausscheidung spielen 25(!) bei spanischen und englischen Spitzenvereinen, die meisten (7) stammen aus Frankreich. Überraschenderweise ist kein einziger Finalist Deutscher, und – weniger überraschend – keiner ist Österreicher.

Der Ballon d’Or, auf Deutsch „Goldener Fußball“, wird alljährlich von der Sportzeitung France Football vergeben. Und da Walter Kowatsch seit fünfzehn Jahren Österreich-Korrespondent der französischen Zeitung ist, kam es zur ehrenvollen Berufung in die Wettbewerbsjury.

In dieser Tätigkeit vereinen sich seine zwei großen Leidenschaften (neben seiner Familie natürlich): der Fußball und Frankreich. In seinem ganzen Berufsleben war Walter Kowatsch ein engagierter Französisch- und Geographieprofessor sowie Internatserzieher an der HIB Liebenau, wo er vorher schon Schüler gewesen war. Seit seiner Kindheit ist er auch ein unerschütterlicher Fan des SK Sturm; er arbeitet heute noch als Redakteur des „Sturm-Echos“ und bei sozialen Aktivitäten im Club Steiermark.

(Text+Fotos: Harald Fest / Foto 2: Woche Graz)

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Erfolgsberichte aus Liebenau

Eine Leistung der Sonderklasse hat AMIR HMISSI aus dem Maturajahrgang 2016 erbracht. Er hat beim Aufnahmetest für Humanmedizin an der MedUni Graz mit sensationellen 94,94 Prozent unangefochten den ersten Platz erreicht.

Der Alumni Club gratuliert dem vielseitig begabten Jungabsolventen sehr herzlich. Vielseitig begabt deshalb, weil Amir Hmissi schon vor und bei der Matura mit Spitzenleistungen von sich reden gemacht hat. Er hat 2016 beim Sprachenwettbewerb Eurolingua zwei Goldmedaillen gewonnen und kurze Zeit später die Reifeprüfung mit lauter Sehr gut abgelegt.

Die zweite Erfolgsmeldung kommt wie schon so oft vom HIB.ART.CHOR. Nach dem sensationellen Olympiasieg in Südafrika hat der Chor das Schuljahr 2018/19 auf der Liebenauer Parkbühne mit Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ eingeleitet. Es geht um Liebe, Eifersucht, Betrug und nicht vorhandene Wildschweine. Der Tiroler Vogelhändler Adam (Paul Sinabell) soll Zoodirektor werden, damit er seine „Christel von der Post“ (Sophie Hirschmann) heiraten kann. Er wehrt sich gegen beides und kriegt es am Ende doch: den Zoodirektor und seine Christel.

Bernhard, Hirschmann, Schütze

Maria Fürntratt hat mit ihrem Team und mit Hilfe der „Jungen Grazer Instrumentalisten“ auch heuer wieder eine schwungvolle Aufführung aus dem  Hut gezaubert. Aus dem HIB.art.chor hat sie ein frisch und lebendig agierendes Ensemble aus Solisten – die ältesten sind siebzehn Jahre alt! – und Choristen gemacht, die im klassischen Sinn als kommentierende und tratschende Gruppen auftreten und deren szenische und darstellerische Führung meisterlich gelungen ist.

Kuhlmann, Seidl, Barth

Besondere Bewunderung verdienen die Souveränität und Selbstsicherheit, mit der die jungen Solisten die vielen bekannten Lieder aus dem Vogelhändler selbst an ihren schwierigsten Stellen bewältigen. „Schenkt man sich Rosen in Tirol“, „Ich bin die Christel von der Post“, „No amol, no amol“ – wer hat das noch nie gehört? Natürlich sind hier professionelle Maßstäbe fehl am Platz, aber die unverbildeten hellen Kinderstimmen mit ihrer leise mitschwingenden Unsicherheit vermitteln einen ganz speziellen Musikgenuss.

Wer heuer noch einen der drei Grazer Auftritte des HIB.art.chors hören will, muss sich beeilen, denn der Chor absolviert von 6. bis 9. Dezember eine Weihnachtstournee  im französischen Elsass (Konzerte in Ottmarsheim, Eguisheim und Orswiller).                       Am Samstag, 1. 12. 2018, ab 18 Uhr begleitet der HIB.art.chor auch heuer wieder die Eiskrippeneröffnung im Landhaushof.     Am Dienstag, 4. 12. 2018, um 19 Uhr findet in der stimmungsvollen Grazer Barmherzigenkirche, Annenstr.2, der „Weihnachts-Stimmen-Zauber“ statt. Daniel Neuhauser vom ORF liest heiter-besinnliche Weihnachtstexte.  Am Donnerstag, 20. 12. 2018, um 19 Uhr ist das zweite Weihnachtskonzert zu hören: „Christmas in Liebenau“ in der „Sprungschanzenkirche“ St. Christoph (Thondorf, Liebenauer Hauptstr. 291).

Ermäßigte Karten für die zwei Weihnachtskonzerte unter 0664 737 833 51 oder <singakademie@aon.at>.  Bitte die Karten an der Abendkassa abholen.

 

 

 

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Des Schönen Lust und Schwere

Der Alumni Club Liebenau lädt ein zu seinem ersten Herbst-Event, einem kurzweiligen Abend mit Musik und Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

“Des Schönen Lust und Schwere“

Ernst Peter ZINTERL: Weltliteratur und Eigenes

TRIO CON GRAZIA (Henriette HOFMANN, Olena MISHCHII, S. Ai-Lung HUANG)

Astor PIAZZOLLA, „Die 4 Jahreszeiten“

                                    Do, 18. Oktober 2018, 18 Uhr                                                    HIB Liebenau / Halle 1; 8041 Graz, Kadettengasse 19

Dauer der Veranstaltung ca. 90 Minuten inklusive Pause mit einem Glas Sekt.                Eintritt: freiwillige Spende

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Seine letzte Pilgerfahrt

Der Alumni Club Liebenau hat eine traurige Mitteilung zu machen: Der Liebenauer Religionsprofessor Magister Gottfried Heinzel ist vor wenigen Tagen nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben. Sein Leben stützte sich auf drei Säulen: seinen Beruf als Religionslehrer, das Bergsteigen und die Fußwallfahrt.

Als Religionslehrer oder Katechet, wie er sich selbst am liebsten nannte, war er nach seiner Kaplanszeit ziemlich genau 33 Jahre an der BEA und der späteren HIB Graz-Liebenau tätig. Dabei war er im ursprünglichen Wortsinn ein „professor“, ein Bekenner und Vermittler religiöser Wahrheiten, der aber trotzdem mit beiden Beinen im irdischen Leben stand und kräftige Urteile und Ausdrücke nicht scheute. Unter dem Motto „Wer mit mir geht, kommt durch“ betreute er 25 Generationen von Maturanten auf ihrer Schlusswallfahrt nach Mariazell.

Unvergesslich für alle Beteiligten sind seine Ministrantenausflüge, die oft große Bergfahrten waren; unvergesslich für die Kinder und Jugendlichen, die Abenteuer pur erlebten, und unvergesslich für manche Mütter, die sich um ihre Kinder sorgten. In den Ferien bezwang er zahlreiche Drei- und Viertausender, den Kilimandjaro, einen Achttausender; sogar der Mount Everest war geplant, die Expedition wurde aber kurz vor dem Start abgesagt.

Ungezählt sind Gottfried Heinzels Fußwallfahrten zu großen und kleinen Wallfahrtsorten in Österreich und in allen Nachbarländern. Von den drei größten christlichen Wallfahrtsorten blieb ihm nur Jerusalem versagt. Für die Pilgerfahrt von Graz über Assisi nach Rom brauchte er einen Monat. Die 3000 km nach Santiago de Compostela, das er genau nach Plan erreichte, legte er in drei Monaten zurück. Genau gezählt und wohl unerreicht sind und bleiben seine knapp 300 Mariazeller Fußwallfahrten; die erste nach der Matura mit 18 und die letzte Anfang September mit 81 Jahren. Beinahe hätte sich dabei sein Wunsch erfüllt, auf dem Weg nach Mariazell sein irdisches Leben zu beenden.

                                                                  Requiescat in pace                                                          

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