Professor Pachernigg verstorben

Magister Karlheinz Pachernigg ist kürzlich im 80. Lebensjahr bei einem Fahrradunfall tödlich verunglückt. Professor Pachernigg war von 1967 bis 2000 als Lehrer für Deutsch und Englisch sowie als Erzieher an der BEA und HIB Graz-Liebenau tätig. Darüber hinaus hat er sich als Betreuer der Schulbuchaktion und der audiovisuellen Medien bleibende Verdienste erworben. Er war bis zuletzt begeisterter Musiker und Wanderer. Seine Kollegen und seine ehemaligen Schüler werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Die Verabschiedung findet am Freitag, dem 25. Oktober, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Graz-Süd statt. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört seiner Familie.

Für den Alumni Club Liebenau: Harald Fest

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MATURAJUBILÄEN 2019/4 (letzter Teil)

Zu Schulbeginn im September feierten zwei Maturaklassen, die sich alle fünf Jahre treffen, ein rundes Jubiläum. Die 8A-Klasse des Maturajahrgangs 1974 begann ihren 45. Jahrestag mit einem freundlich servierten und geschmackvollen Liebenauer Mittagessen und einem ausführlichen Schul- und Internatsbesuch. Dabei gedachte man auch des kürzlich bei einem tragischen Unfall verstorbenen Hansgeorg Schmeiser.

Wie bei vielen Absolventen der BEA und frühen HIB ist auch hier die Liste voll von akademischen Titeln, die auf erfolgreiche Berufskarrieren schließen lassen: Primarii, Universitätsprofessoren, Doktoren, Diplomingenieure und Magistri. Von der 8.B-Klasse war ebenfalls ein Vertreter erschienen, der in fünf Jahren versuchen wird, seine ehemalige Klasse zum „Fünfziger“ zu versammeln.

In einem der besten Grazer Restaurants feierten die Maturanten der 8A-Klasse des Maturajahrgangs 1984 ihr 35. Jubiläum. Bei angeregten und intensiven Gesprächen, unterbrochen durch heitere Erinnerungen aus der Schulzeit, vergingen die Stunden wie im Flug. Die 1984-er sind eine ganz besondere Klasse, haben doch die vierundzwanzig Absolventen vierundzwanzig(!) akademische Abschlüsse aufzuweisen. Ein seltener Rekord. Dem entsprechend bekleiden sie auch hohe und höchste Positionen: Juristen, Techniker, (internationale) Banker, Wirtschaftstreibende.

Aus aktuellem Anlass muss noch zwei Absolventen dieser Klasse ausdrücklich gratuliert werden. Der eine ist der steirische Chefstatistiker M. M., dem vor Kurzem der Gerhard-Bruckmann-Preis, benannt nach dem Urvater der – immer wieder aktuellen – Wahlhochrechnungen, zuerkannt worden ist.

Der andere ist der Vizepräsident des Verfassungsgerichtshofes C. G., der gerade erst an der Bürde und Würde des Bundeskanzleramtes vorbeige-schrammt ist und wohl in nächster Zeit selber zum Präsidenten ernannt werden wird.                                                                                                                   Der Alumni Club Liebenau wünscht allen Maturajubilaren, die er heuer begleiten durfte, viel Freude und Erfolg auf ihrer Berufslaufbahn, dazu viel Gesundheit, auch und besonders für diejenigen, die zum Ruhestand heranreifen. 

Text und Fotos: Harald Fest (der hofft, niemanden, auch nicht den Datenschutz, verletzt zu haben)

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Maturajubiläen Teil 3

Nach den Maturajahrgängen 1959 (die 60er-Feier fand schon 2018 bei der Wiederaufführung der „Sieben Raben“ statt), 1979 und 1989, über die wir schon berichteten, haben heuer auch die drei restlichen „9er-Jahrgänge“ ihr rundes Jubiläum begangen. Den Beginn machen die Jüngsten, der Jahrgang 2009.

Vierzehn Maturant/innen und acht Lehrer/innen der 8C

Zuallererst die 8C-Klasse, und zwar deshalb, weil sie zahlen- und leis-tungsmäßig einen – für Liebenau sicher, österreichweit wahrscheinlich – einmaligen Rekord aufgestellt hat. Von 33 Anfängern im Herbst 2001 sind acht Jahre später 23 (!) zur Reifeprüfung angetreten und haben sie auf Anhieb bestanden, 12 davon mit einer Auszeichnung. Apropos starkes Geschlecht, acht der zwölf Auszeichnungen gingen an junge Damen. Schade, dass es für Schulen kein Guinessbuch der Rekorde gibt.

Einen günstigen Termin, nämlich das Sommerfest – wie jedes Jahr am Freitag der vorletzten Schulwoche -, wählte die 8S-Klasse für ihr 10. Maturajubiläum. Auch diese Klasse war etwas Besonderes. Von 32 Beginnern im Jahr 2005 strebten vier Jahre später 27 – aufgefüllt durch Schüler anderer Klassen – die Matura an. Auch wenn nicht alle sofort Erfolg hatten, die Ergebnisse waren beachtlich: 4 Auszeichnungen, alle für junge Damen …. siehe oben.

Les anciens de 1969 sur le toit de Franklin

Zum Anlass des 50. Maturajubiläums gönnten sich die Maturanten des Jahrgangs 1969 den Luxus einer Parisreise, deren Höhepunkt der Besuch der Partnerschule Saint-Louis-de-Gonzague darstellte. Zum großen Empfang anlässlich der Journées Missionnaires waren auch zwei langjährige französische Austauschbetreuer erschienen: Marie-Françoise Paquet (großes Foto, 4. von rechts) und Volker Umnik (ganz links), der selber Absolvent der BEA Liebenau ist und 1964 am Austausch Liebenau –Franklin teilgenommen hat.

Die 8B-Klasse war die einzige Klasse des Maturajahrgangs 1999, die die 20. Wiederkehr ihrer Matura in Liebenau feierte. Der ehemalige Klassenvorstand Prof. Werner Lang führte die jungen Jubilare durch den Liebenauer Campus. Bei der anschließenden geselligen Feier wurden intensiv gute und weniger gute Erinnerungen ausgetauscht. Da wir kein aktuelles Bildmaterial zur Verfügung haben, muss ein 20-jähriges Maturafoto genügen.

Bilder: Jahresberichte des BG/BORG Graz-Liebenau (1999, 2009), J. Stampler, H. Fest      Text: Harald Fest

 

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Maturajubiläum Teil 2: Der MJ 1979 feiert 40 Jahre Matura

Ende Juni mit einem Abstand von nur wenigen Tagen trafen sich die zwei Klassen des Maturajahrgangs 1979 zum 40. Jahrestag ihrer Reifeprüfung. Die gute Laune bei beiden Feiern lässt auf weitgehend positive Erinnerungen an die Schulzeit schließen, was auch angesichts der vielen erfolgreichen Berufskarrieren – Primare, Doktoren der Medizin und beider Rechte, Präsidenten, Geschäftsführer und so fort – nicht verwundert.

Die 8.A-Klasse, eine „reine Bubenklasse“, vom steirischen Apothekerpräsidenten straff und umsichtig geführt, absolvierte zunächst eine Schulführung, widmete sich dann
den Gaumenfreuden beim Staribacher, wo man auch Quartier nahm, und feierte zuletzt bei steirischem Wein in Kitzeck die schulische Vergangenheit und die nicht mehr ferne Pensionszukunft.

Das Schulmuseum sorgte indirekt für besondere Heiterkeit, die Pointen flogen nur so hin und her. Übrigens, der Turm vor der Französischlehrerin und unter der Hand des ÖAMTC-Chefs ist der „Altturm“, der dem Vorgänger des Alumni Clubs Liebenau seinen Namen gab.

Neben dreizehn Maturanten waren drei Lehrer und eine Lehrerin der Einladung gefolgt. Mit ganz besonderer Freude wurde Helmut Riesz begrüßt, das „Urgestein“ des Liebenauer Internats.

Die 8.B-Klasse war die erst zweite koedukativ geführte Klasse in Liebenau. Das war insofern eine Besonderheit, als die Schule damals noch „Bundeserziehungsanstalt für Knaben“ hieß und es auch war. Erstaunlicherweise acht Mädchen haben 1979, dem Männerbund Liebenau trotzend, die Reifeprüfung abgelegt.

Die Maturafeier im Grazer Gösserbräu war etwas intimer angelegt als die Feier der Parallelklasse. Aber immerhin war nach vierzig Jahren die Hälfte der Klasse erschienen, allerdings nur zwei der ursprünglich acht jungen Damen. Die Feierfreude ließen sich die jung gebliebenen Maturanten nicht einmal durch die gefühlt hundert holländischen Formel-Eins-Fans verderben, die nebenan lautstark dem Bier zusprachen.

Text und Bild: Harald Fest, ACL

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Runde Maturajubiläen. Teil 1: MJ 1989

Dreizehn Schüler und zwei Lehrer. Who is who?

Am 25. Mai 2019 feierten vierzehn Ex-Schüler der 8.A-Klasse des Jahres 1989 mit drei Ex-Lehrern ihr 30. Maturajubiläum. Das von JJJ* sorgfältig geplante und präzise umgesetzte Programm sah zunächst eine Schulführung durch Harald Fest vom Alumni Club Liebenau vor. An der anschließenden Besteigung des Grazer Schöckls (mehr als 700 schweißtreibende Höhenmeter!) nahm als erfreuliche Überraschung für die „reine Bubenklasse“ mit GG* eine „Quotenfrau“ aus der Parallelklasse (siehe unten) teil.

Mit besonderem Vergnügen ließen sich alle an der Stätte ihrer seinerzeitigen (Un-)Taten von ihrer Physiklehrerin fotografieren

Drei Wochen später am 16. Juni beging die 8.B-Klasse 1989 den 30. Jahrestag ihrer Matura. Und das ist ein ganz anderes Bild: Hier sind die Frauen in der Überzahl, und wer sie kennt, weiß es, sie haben auch das Sagen. Dass die 8.B ihrer Zeit weit voraus ist, zeigt sich aber erst beim Blick auf ihre Berufswege. Von 6 naturwissenschaftlichen Universitäts- absolventen sind 4 weiblich, nur 2 sind „Quotenmänner“!

Die Damen ließen es sich nicht nehmen. Eine ihrer Mitschülerinnen* – sie ist de facto Nachfolgerin ihres Französischlehrers* – unterrichtet jetzt an der HIB und musste unbedingt besucht werden. Die armen Schüler mussten inzwischen auf ihr Diktat warten.
  • Anmerkung:  Aus Datenschutzgründen werden keine Namen genannt.
  • Text und Bilder: Harald Fest
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High Intensive Blues Band = „HIB-BAND“

Bertram Egger Stefanie Egger Ernst Grieshofer Jonathan Herrgesell Clemens Rofner

Höhepunkt und Krönung der Mitgliederversammlung des ACL am 17. Mai 2019 war das Konzert von Bertram Eggers neu formierter High Intensive Blues Band, deren Mitglieder (fast) alle einen starken Bezug zu Liebenau haben.

Bertram Egger, vielseitiger Master-mind der „HIB-Band“, ist seit mehr als 30 Jahren Musiklehrer an der HIB Liebenau und Professor für Klarinette an der Kunstuniversität Graz. Diesmal teilt er seine Freude an der Musik, am Improvisieren über das Piano mit, dem er musikalische Feinheiten entlockt, oft wie klingende Perlenketten. Das Programm brachte viele neu gestaltete Ohrwürmer aus dem frühen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, es führte von Georgia – mit dem „A-train“ – nach Ipanema und wieder zurück, vom Blues und Jazz über den Samba bis zum Rap.

 

 

Stefanie Egger (MJ 2010) versteht es mit ihrer intensiven und charakter-starken Stimme, die klassischen Melodiebögen der Balladen, Tonhöhe und Tonfarbe variierend, zu zerlegen und zu neuen zusammenzusetzen. In „What’s the Difference“ gelingt ihr und dem Schlagzeuger ein Höhe- punkt des Abends: Nach ihrem verklingenden Seufzer ertönt ein leises Echo vom Jazzbesen auf der Trommel. Einen zweiten völlig konträren Höhepunkt liefert Ernst Grieshofer in seinem letzten Solo: ein an- und abschwellendes Schlagzeug-gewitter, das in einem wahren Trommelfeuer akrobatisch fliegender Sticks seinen Abschluss findet.

(Text und Fotos: Harald Fest)

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Erfolge in Wissenschaft, Sport und Musik

Der Alumni Club Liebenau freut sich, drei Mal gratulieren zu dürfen. Der erste Glückwunsch gebührt – weil medial am wenigsten präsent – einem Wissenschaftler, nämlich dem Chefstatistiker des Landes Steiermark Martin Mayer (Maturajahrgang 1984). Martin Mayer erhielt kürzlich den Gerhart-Bruckmann-Preis der Statistischen Gesellschaft Österreichs, benannt nach Professor Bruckmann, der vor mehr als fünfzig Jahren als weltweit Erster eine Wahlhochrechnung erstellte.

Kleine Zeitung, 5.4.2019

Dipl. Ing. Martin Mayer, absolvierter Mathematiker der Technischen Universität Graz, war schon früh davon fasziniert, die menschliche Wirklichkeit in ihren verschiedensten Erscheinungsformen und Veränderungen mit Zahlen zu beschreiben. Was in der Kindheit mit den Autofarben begann und sich in der Jugend mit den Ups und Downs der Songs in der Ö3-Hitparade fortsetzte, füllt heute sein ganzes Berufsleben aus. Er liefert mit seinen Mitarbeitern des Referats für Statistik im Amt der Steiermärkischen Landesregierung die wissenschaftlichen Grundlagen für Politik und Verwaltung des Landes Steiermark.

Die zweite Gratulation geht an die 23 Fußballer und Betreuer der Schulmannschaft der HIB Liebenau, die bei der Schulweltmeisterschaft in Belgrad eine großartige Bronzemedaille errangen. Ähnlich souverän wie bei der österreichischen Meisterschaft agierten die jungen „Hibbies“ bei der Weltmeisterschaft. Von acht Spielen gewannen sie sieben, nur gegen Brasilien konnten sie nicht ihre gewohnte Leistung bringen. Mit dem Sieg über Slowenien sicherten sie sich schlussendlich doch den dritten Platz. Es ist das übrigens nach 2009 und 2017 bereits das dritte ISF-Bronze der Liebenauer Fußballakademie. Toi toi toi und alles Gute für die, die gerade bei der Reifeprüfung sitzen.

Die 18 Bronzemedaillengewinner

Herzlich gratulieren dürfen wir auch Maria Fürntratt und ihrem HIB.art.chor zum erlebnisreichen Gala-Chorkonzert „Australien in Graz“ im ausverkauften Minoritensaal. Zu Gast waren zwei Spitzenchöre der Voices of Birralee aus Brisbane.

Der Hexentanz

Nach dem schaurigen Hexentanz aus Verdis „Macbeth“, gesungen vom HIB.art.chor, gaben die Brisbane Birralee Voices intensiv und mitreißend gestaltete Proben aus ihrem internationalen Repertoire. Den zweiten Teil gestalteten die beiden Jungmännerchöre; die Green Guys bestachen mit einem stimmungsvollen Sound of Silence (direkt unter der Wandinschrift „Silentium“), die Birralee Blokes begeisterten mit einem präzise und rasant gesungenen „Get me to the church on time“ aus My fair Lady. Den Abschluss beider Programmteile bildeten gemeinsam gesungene Chorstücke von Lorenz Maierhofer, der als Ehrengast anwesend war: das dramatische „The Earth is my mother“ und das Abschiedslied „Neigen sich die Stunden“/“It’s time for leaving“.

Green Guys in Bestbesetzung

Für Interessenten: Es gibt vor dem Sommer noch zwei große Auftritte des Hib.art.chors: MUSIKVEREIN für Steiermark (Stefaniensaal): „YOUNG VOICES“, 13. Juni 2019, 15 Uhr STYRIARTE (Schloss Eggenberg): „VENUS UND ADONIS“, 8.+9. Juli 2019, 18 Uhr

Fotos: Kleine Zeitung, HIB-Homepage, Harald Fest / Text: Harald Fest

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In Memoriam Professor Fridolin Heinz

Anfang April 2019 verstarb Professor Magister Fridolin Heinz und wurde seinem Wunsch entsprechend in aller Stille verabschiedet. Mag. Heinz hat in der Nachfolge der „legen-dären“ Naturgeschichtelehrer Hellmuth Jüttner und Günter Lang von 1965 bis 1996 an der BEA Liebenau und der späteren HIB Biologie unterrichtet. Professor Heinz wurde 1937 in der Bergwerkstadt Jakobeny in der rumänischen Bukowina geboren. Seine Vorfahren stammen aus der Zips, einer uralten deutschen Sprachinsel südöstlich der Hohen Tatra, und waren Ende des 18. Jahrhunderts als angesehene Bergleute 500 km nach Osten gezogen, um in den neu erschlossenen Erzlagern der Bukowina ihrer privilegierten Arbeit nachzugehen.

Umsiedler auf dem Bhf. Graz- Puntigam
27.- 28.11.1940

Im Oktober 1940 okkupierte die UdSSR Teile der Bukowina. Zigtausende deutsche Siedler wurden in 111 Eisenbahntransporten zu je 500 Personen mehr oder weniger freiwillig in das Deutsche Reich „heimgeholt“. In einem dieser Züge landete mit hoher Wahrschein-lichkeit auch die Familie Heinz mit dem dreijährigen Fridolin in Graz. Das Foto zeigt einen solchen Transport  von Bukowinadeutschen am Bahnhof Puntigam bei Graz. Ob die Familie gleich in Graz in einem Lager blieb oder später zurückkehrte, ist nicht bekannt. Jedenfalls erhielt Fridolin Heinz 1951 die österreichische Staatsbürgerschaft, legte in Graz die Reifeprüfung ab und schloss das Studium der Biologie an der Universität Graz erfolgreich mit dem Lehramt ab.

Professor Heinz war ein ausgeglichener, konsequenter und gerechter Lehrer, der zu seinen Ansichten und Urteilen stand und sie auch gut zu argumentieren wusste. Faule Kompromisse oder Kuhhändel waren nicht seine Sache. Er traute seinen Schülern viel zu und verlangte auch nicht wenig. Dafür wurde er von seinen Schülern – vielleicht auch erst nach der Matura – sehr geschätzt. So mancher spätere Medizinstudent tat sich bei der großen Biologieprüfung leicht.

Liebenau 2002

Das Foto zeigt Prof. Heinz bei einem Pensionistentreffen in einer untypischen Rolle. Er, der sich selbst nie in den Vordergrund stellte, steht in der 1. Reihe als 3. von links.

Quellen:  Wikipedia: „Jakobeny“   /  <www.karl-gotsch.de/Ahnen/Jakobeny.htm> Fotos:   Bundesarchiv, Bild 121-0693 /  HIB-Jahresbericht 2002 Text:   Harald Fest

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David GAK gegen Goliath Salzburg

Zur absoluten Sensation gegen RB Salzburg hat es erwartungsgemäß nicht gereicht, aber der Einzug des GAK ins Semifinale des Fußball-Cups nach einem grandiosen Sieg über die Profifußballer der Austria Wien war Sensation genug. Und deshalb hat sich die gesamte Mannschaft angeführt von ihrem Kapitän Marco Perchtold (MJ 2007) auch den großen Artikel in der „Presse“ vom 3. April redlich verdient. Das Bild zeigt den jubelnden Kapitän beim 2:1-Sieg über die Austria Wien.Noch mehr Bewunderung als für die Cupleistung verdienen jedoch die GAK-Amateure und die gesamte „GAK-Familie“ für den unglaublichen weil unaufhaltsamen Aufstieg nach dem Konkurs im Jahr 2012, der auch das Ende der ersten Liebenauer Fußballakademie bedeutete: jedes Jahr ein Schritt nach oben aus der untersten Leistungsklasse in die dritthöchste und heuer wahrscheinlich sogar zweithöchste Leistungsstufe. Dazu beigetragen haben zuletzt auch mehrere Ex-Liebenauer, die in der Zeit zwischen dem Meistertitel 2004 und dem Konkurs 2012 für GAK-Mannschaften gespielt haben: Co-Trainer Ralph Spirk (MJ 2004), Kapitän Marco Perchtold, Thomas Zündel (MJ 2006), Dieter Elsneg (MJ 2008). Von weiteren klingenden Namen mit GAK-Vergangenheit (Sonnleitner, Junuzovic, Lazaro) wird man wohl nur träumen dürfen ….

 

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Professor Martin Domitrovic (1926-2019)

Vor kurzem erreichte uns die traurige Nachricht, dass Professor Dr. Martin Domitrovic Anfang März im 93. Lebensjahr verstorben ist. Mit ihm verlässt uns ein wahrhaftes Liebenauer „Urgestein“: Er war von 1957 bis 1986 Lehrer für Deutsch und Geschichte sowie in den ersten Jahren auch Erzieher an der BEA Graz-Liebenau; und er hat auch den Großteil seines Lebens in Liebenau gewohnt.Professor Domitrovic war mit Leib und Seele Lehrer und Erzieher. Davon zeugen die zahlreichen Bilddokumente aus seiner Erzieherzeit, die als bleibende Erinnerung Eingang finden werden in das Bildarchiv des Liebenauer Schulmuseums. Von seinem großen Engagement – seinerzeit hieß das „pädagogischer Eros“ – zeugt aber vor allem die über Jahrzehnte aufrechte Beziehung zu seinen ehemaligen Schülern, die ihn bis zuletzt, als er schon längst erblindet war, regelmäßig besuchten.

Zu seinen großen Leidenschaften zählte das Reisen, so weit wie möglich zu Fuß, auf Berge und durch Städte. Prof. Domitrovic war quer durch Europa – das Bild zeigt ihn vor dem Parthenon in Athen – und in fast allen Kontinenten der Welt unterwegs und hatte die Fotokamera stets griffbereit. Er hat alle seine unzähligen Bilder minutiös kommentiert und archiviert, sodass er auch ohne Augenlicht alles fand, was er suchte. Wer die Ehre hatte, zu einer Diaschau in die Kasernstraße Nr. 70 eingeladen zu werden, musste allerdings damit rechnen, dass er nicht vor Mitternacht nach Hause kommen würde.

Seine zweite und noch größere Leidenschaft galt der Oper, er besuchte alle großen Opernfestivals und kannte alle internationalen Opernstars des 20. Jahrhunderts aus eigener Anschauung und „Anhörung“ oder zumindest aus seiner riesigen Schallplattensammlung, die allein von Enrico Caruso fünf Platten aufweist. Prof. Domitrovic selbst verfügte über eine ausgebildete klangvolle Baritonstimme und ist bei „musikalischen Feierabenden“ in der BEA mehrfach als Gesangssolist aufgetreten.

Das letzte Bild zeigt ihn bei seinem 80. Geburtstag am 30. Juli 2006 mit seiner Geburtstagstorte. Gott schenke ihm die ewige Ruhe, er möge ruhen in Frieden.

 

Fotos: Martin Domitrovic                                 Text: Harald Fest

 

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